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Samstag, 7. August 2010

STEPPI - für Steinheimer - von Steinheimern

Eine ganz besondere Überraschung hatte Bürgermeister Thomas Rosner parat. Im Auftrag der Steinheimer Firma FLEX (klick) überreichte er Heinz Deuble eine FLEX. Mit einer FLEX rückte übrigens Franz Kaiser STEPPI auf den Pelz, er glättete und polierte alle Teile der Stahlskulptur.

Applaus und "Happy Birthday" für Stadtrat und Förster Jürgen Weis. Sein "STEPPI-Traum" wurde an seinem Geburtstag Wirklichkeit.

Mit den Worten "wir können stolz sein auf unser Wahrzeichen" und einem STEPPI-Holzselbstbausatz 1:18 bedankte sich Bürgermeister Thomas Rosner bei Heinz Deuble & Jürgen Weis, bei zahlreichen Sponsoren und bei den Steinheimern die sich für STEPPI engagierten. Ein ganz besonderer Dank an die ThyssenKrupp AG für den "Stoff" aus dem der STEPPI ist.
STEPPI ist ....
für Steinheimer & von Steinheimern

STEPPI ist ....
ein Paradebeispiel bürgerschaftlichen Engagements

Fotos: Werner Kuhnle

STEPPI - Grußwort Bürgermeister Rosner


Nach der musikalischen Begrüßung durch den Musikverein/Stadtkapelle Steinheim hieß Bürgermeister Thomas Rosner Gäste aus nah und fern willkommen. Unter den Gästen weilten auch die Brüder Günther und Roland Sammet, die beiden Enkel von Karl Sammet, in dessen Sandgrube am 6. August 1910 das Skelett des Steppenelefanten gefunden wurde.
"Es sind nicht nur ein paar alte Knochen, die da gefunden wurden", so Bürgermeister Rosner, "denn die Kenntnis und das Verständnis der Vergangenheit ist eine Voraussetzung für die Zukunft." Herr Rosner nahm die Gäste mit auf eine Reise zurück in die Zeit unseres Steppenelefanten, schilderte das Leben und den Weg des toleranten und gelassenen Elefanten zum Fluss. Schilder mit diesen Tugenden - TOLERANZ und GELASSENHEIT - würde er gern an die Stoßzähne der STEPPI-Stahlskulptur hängen. "Tolerant und gelassen, sollten auch wir uns verhalten." Mit "es wäre schön, wenn Sie sich immer daran erinnern, wenn Sie an STEPPI vorbeilaufen" beendete Herr Rosner die 250.000 Jahre-Reise in die Vergangenheit.
Foto: Urmensch

Mittwoch, 4. August 2010

rein oder raus.... das ist heut die Frage....


Bisher stand fest, dass STEPPI so platziert wird, als käme er aus der Sandgrube Sammet und würde in die Stadt marschieren. Kommt man dann allerdings aus Murr oder Höpfigheim würde man zuallererst den Allerwertesten von STEPPI sehen. Dreht man die Skulptur um 180 Grad, scheint es, er würde aus Steinheim flüchten und er hätte dabei die Volksbank im Blick. Immerhin besser als wäre er auf der Flucht nach Murr !! Das ginge nun gar nicht !!
Spätestens heute Abend wird man sehen in welche Richtung STEPPI blickt. Um 13 Uhr stehen Tieflader, Bagger, Gabelstapler und Polizei bereit. Wie lange das Verladen und der Transport von STEPPI dauert ist nicht bekannt. Wir hoffen nur, dass er, wenn er erst mal auf Trab ist, nicht davon galoppiert.

Ich wünsche STEPPI eine gute Reise von Kleinbottwar nach Steinheim und viele aufmerksame Beobachter entlang der Straße, bevor er für gute 48 Stunden auf seinem Hügel unter einer Hülle verschwindet.
Foto: Urmensch

Freitag, 30. Juli 2010

Die Welt des Steinheimer Steppenelefanten

Herr Dr.Ziegler vom Naturkundemuseum Stuttgart berichtete über das Leben des Steppenelefanten.
Das fast vollständige Skelett wurde am 6. August 1910 in der Sandgrube Sammet in Steinheim, 35 Meter links der Straße nach Höpfigheim unter einer 5 Meter dicken Schotterschicht entdeckt. Der Steppenelefant wurde etwa 30 Jahre alt, die durchschnittliche Lebenserwartung der Steppenelefanten lag bei 65 Jahren. Und es war ein Bulle, damit wäre auch diese immer wieder auftauchende Frage geklärt. Vor 250.000 Jahren lebte der Steppenelefant entlang der Murr und der Bottwar, er fiel einer Überschwemmung zum Opfer. Steppenelefanten ernährten sich von Pflanzen, Rinden und Sträuchern und hatten ein Fell. Das Fell war nötig, da die Temperaturen damals etwa 5 bis 6 Grad niedriger waren als heute. Durch diesen Fund, es gibt nur etwa 10 dieser Funde in Deutschland, wurde Steinheim über seine Grenzen hinaus bekannt. Außer diesem Elefantenskelett fand man in den Sandgruben Sammet und Sigrist noch Auerochsen, Bisons und Waldelefanten. Weltberühmt wurde Steinheim allerdings erst durch den Fund des Homo Steinheimensis im Jahre 1933 in der Sandgrube Sigrist, rechts der Höpfigheimer Straße.

Donnerstag, 29. Juli 2010

STEPPIS Pressekonferenz

Pressekonferenz in STEPPIS Geburtshaus.

Nach der Begrüßung durch Herrn Gundelsweiler stellten sich Herr Weis, Herr Dr. Ziegler und Herr Deuble den vielen Fragen der Journalistinnen. Herr Weis berichtete wie die Idee für den künftigen Sympathieträger der Stadt Steinheim entstanden ist und wie diese Idee nach und nach, durch Unterstützung vieler Mitbürger, realisiert werden konnte. Seit April 2009 beschäftigte sich Herr Deuble mit STEPPI. Er hat das Skelett im Urmensch-Museum vermessen und verschiedene Kleinmodelle entworfen, bis ihm das Modell nach dem STEPPI gefertigt wurde, gefiel. Seit Februar 2010 kann die Enstehung von STEPPI hier in diesem BLOG "verfolgt" werden. Herr Dr. Ziegler vom Naturkundemuseum Stuttgart berichtete über die verschiedenen Eiszeiten, das Leben der Steppenelefanten und den Fund in der Sandgrube Sammet am 6. August 1910.

Herr Gundelsweiler bezeichnete das Projekt Steppenelefant als ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement. Zwanzig Sponsoren haben diese Idee durch verschiedene Zuwendungen Wirklichkeit werden lassen: Material, Fundament, Transport, Beleuchtung, Spenden, uvm.

STEPPI wird am Freitag, den 6. August 2010 um 20 Uhr offiziell enthüllt.

Foto: Urmensch

Mittwoch, 9. Juni 2010

Die wilden Steinheimer anno 1953


















Einen ganz tollen "Fund" hat Dieter Böpple aus Steinheim gemacht und dabei entdeckt, dass STEPPI nicht nur den vor 100 Jahren in der Sandgrube Sammet gefundenen Vorfahren hat.
Zwischen alten Familienfotos fand er drei alte Schwarzweiß-Fotos vom Festzug "Steinzeit" anlässlich der 1100-Jahrfeier der Stadt Steinheim im Jahre 1953.
Er erinnert sich noch sehr gut an dieses Ereignis, denn seine Schulklasse hat zusammen mit ihrem Lehrer Erhard Pape den Kopf des Steppenelefanten für diesen Festzug gefertigt.
Im Hans-Trautwein-Haus, damals Schule und heute Urmenschmuseum, wurde mit Ton, Zeitungen, Wasser und Leim gewerkelt. Lehrer Pape entwarf den Kopf aus Ton, seine Schüler rupften Unmengen von Zeitungen für das Pappmaché und modellierten den Kopf.
Schreiner und Polsterer aus den ortsansäßigen Sitzmöbelfabriken fertigten in der Steinheimer Kelter den Körper aus Holzreifen und Jute. Das Fell bestand aus Seegras.
Steinheimer Schüler, mit wilden Mähnen und in Fellen gekleidet, zogen hinter dem fahrbaren, von 4 Schülern geschobenen Elefanten, als Sammler und Jäger durch die Straßen der Stadt. Dieter Böpple, mit Pfeil und Bogen, damals 12 Jahre alt, ist auf dem unteren Bild ganz rechts zu sehen.
Wo ist dieses Kunstwerk abgeblieben? Es gab leider keinen Unterstellplatz und der Elefant wurde auf der Wiese beim SKV-Vereinsheim "geparkt", war Regen, Wind und Sonne ausgesetzt und zerfiel. Eigentlich schade um dieses große Gemeinschaftswerk Steinheimer Schüler und Handwerker.

- Foto oben: Festumzug auf der Kleinbottwarer Straße
- Foto Mitte: Erhard Pape vor dem Steppenelefanten
- Foto unten: Steinzeitmenschen, ganz rechts Dieter Böpple
- durch einen klick lassen sich die Fotos vergrößern

Herzlichen Dank an Dieter Böpple für diese historischen Bilder !!!

Samstag, 20. Februar 2010

Entenmörder

Bisher fällt einem beim Besuch der Stadt Steinheim - von Murr oder Höpfigheim kommend - der Steinheimer Bahnhof und der "Entenmörder" ins Auge. Bald muss die alte Lokomotive die Aufmerksamkeit mit dem Steppenelefanten teilen.

Die alte Dampflok erinnert an die 1894 eingeweihte Schmalspurbahn von Marbach nach Beilstein (und später nach Heilbronn). Diese Eisenbahn hat eine bewegte Geschichte, mit ihr fuhren junge Leute in die Schule nach Marbach, Arbeiter in die Fabriken um Stuttgart. Mit ihr fuhren auch Bottwartäler Männer in eine ungewisse Zukunft während der beiden Weltkriege. Die in der Boomzeit der Sitzmöbelindustrie gefertigten Stühle und Sessel wurden auf die Bahn verladen. Ebenso Sand und Kies aus den Kiesgruben Sigrist und Sammet, den Fundorten des Homo Steinheimensis und des Steppenelefanten. Im Herbst wurden Zuckerrüben in die Zuckerfabrik nach Heilbronn transportiert. Vielleicht begann auch die eine oder andere Liebelei auf der langsamen Fahrt mit dem Bähnle ins Bottwartal....

Auch Fritz Berckhemer, Paläontologe am damaligen Stuttgarter Naturalienkabinett, reiste mit dem Bähnle am 24. Juli 1933 zum Fundort des Homo Steinheimensis und nahm die 250.000 Jahre alte "Dame" anderntags mit ins Museum.

1966 wurde der Personenverkehr eingestellt, inzwischen ist auch der Güterverkehr Geschichte und die Schienen sind teilweise abgebaut. Die Wiederbelebung der Bahnstrecke ins Bottwartal wurde immer wieder diskutiert, aber leider blieb es dabei.

Bilder: Urmensch

Freitag, 19. Februar 2010

Elephas primigenius fraasi
















Im Sommer 1910 wurde in der Sand- und Kiesgrube Sammet in Steinheim ein fast vollständiges Skelett eines großwüchsigen Steppenelefanten, einer Elephas primigenius fraasi benannten Vorläuferform des allbekannten Mammuts, geborgen.
Im Steinheimer Urmensch-Museum ist das Skelett des Steinheimer Steppenelefanten mit über vier Meter Rückenhöhe zu bestaunen.
Bild: Werner Kuhnle, Freiberg